Bestandsanalyse der Bioenergieanlagen und Konzeptionierung einer Biomassepotenzialstudie
Hintergrund
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK) führt umfassende Untersuchungen durch, um die Möglichkeiten erneuerbarer Energien (EE) in NRW zu bewerten. Diese Potenzialstudien liefern essenzielle Daten zur Unterstützung der Energiewende und stehen über den Energieatlas NRW der Öffentlichkeit sowie Fachleuten aus Planung, Verwaltung und Wirtschaft zur Verfügung.
Im Bereich der Bioenergienutzung wurde zuletzt im Jahr 2014 eine umfassende Potenzialstudie erstellt. Da diese nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht, sollten der Bestand der Bioenergieanlagen sowie das Potenzial der Strom-, Wärme- und Gasversorgung aus Biomasse neu bewertet werden.
Beispiel für Biomassepotenziale in der Landwirtschaft (Quelle: IZES gGmbH)
Projektziel
Das Projekt hatte zwei Ziele: Zum einen sollte der aktuelle Bestand der Bioenergieanlagen in NRW erfasst und beschrieben werden. Dazu sollten die im LANUK vorliegenden Datenbestände überprüft und nach Möglichkeit um weitere Daten ergänzt werden. Auf diese Weise sollten bestehende Datenlücken geschlossen und eine validierte Datenbasis für die Biomassepotenzialstudie geschaffen werden. Zum anderen sollte eine Studie zur Ermittlung der Potenziale der Biomasse für die Strom-, Wärme- und Gasversorgung erstellt werden. Diese sollte Hinweise und Empfehlungen für die Herangehensweise und Methodik zur Erstellung einer landesweiten Biomassepotenzialstudie liefern.
Projektdurchführung
Das Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit dem LANUK durchgeführt. Zudem wurde das Vorhaben durch einen Begleitkreis aus Vertreter:innen aus dem LANUK, dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE), dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) sowie NRW.Energy4Climate begleitet.
Bestandsanalyse Bioenergieanlagen
Im ersten Teil des Projektes lag der Schwerpunkt auf der Erfassung und Aufbereitung der durch das LANUK vorgehaltenen Datenbestände zum Thema Bioenergie und deren Anreicherung mit zusätzlichen Daten. Hierzu wurde ein Stakeholder-Workshop durchgeführt, bei dem die relevanten Biomasseströme erfasst und weitere relevante Datenquellen ermittelt wurden. Die im Workshop identifizierten Datenbestände wurden anschließend erhoben und aufbereitet. Dabei wurden die erfassten Daten miteinander verknüpft und bereinigt. Die Ergebnisse der Datenaufbereitung wurden dokumentiert und in einer Bestandsanalyse zum aktuellen Anlagenbestand zusammengefasst.
Konzeptionierung einer Studie zur Ermittlung des Potenzials der Biomasse
In dem zweiten Teil des Projektes wurde eine speziell für NRW angepasste Methodik zur Ermittlung der Biomassepotenziale für die Strom-, Wärme- und Gasversorgung entwickelt. Hierzu wurden bestehende Biomassepotenzialanalysen untersucht und hinsichtlich ihrer Eignung zur Anwendung in NRW bewertet. Zusätzlich wurden die identifizierten Ansätze in einem Stakeholder-Workshop mit Vertreter:innen aus der Forst-, Land- und Abfallwirtschaft die Methoden diskutiert und hinsichtlich der Annahmen und Restriktionen diskutiert. Die Ergebnisse des Prozesses wurden in einer Studie zusammengefasst und mit weiteren Empfehlungen zur Durchführung der Biomassepotenzialanalyse im nächsten Jahr versehen.
Auftraggeber:
Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK)
Laufzeit:
06/2025 bis 09/2025
Kontakt:
Florian Noll
Arbeitsfeld:
Stoffströme / Forschungsgruppe Transformationswissen
