LivableCities

Im Projekt LivableCities arbeiten 6 Städte in Nordwesteuropa (NWE) und verschiedene Partner aus Schlüsselbereichen der Gesellschaft zusammen, um gemeinsame territoriale Herausforderungen, die aus einer nicht nachhaltigen Stadtentwicklung in der Vergangenheit resultieren: Dazu zählen insbesondere der Verlust der Biodiversität, Luftverschmutzung sowie eine erhöhte Vulnerabilität gegenüber den Folgen des Klimawandels. Eine zentrale Ursache dieser Entwicklungen liegt in der übermäßigen Flächenversiegelung: Sie hat Grünräume reduziert, Bodenfunktionen beeinträchtigt, Lebensräume zerstört, die Entstehung städtischer Hitzeinseln verstärkt, die Versickerung von Regenwasser eingeschränkt und die Luftqualität weiter verschlechtert.

LivableCities zielt daher darauf ab, blaue und grüne Infrastruktur (BGI) zu schaffen, auszubauen und zu vernetzen. Im Fokus steht dabei insbesondere die Integration „herausfordernder“ Flächen in BGI-Netzwerke, um Biodiversität zu fördern, die Luftqualität zu verbessern und die Klimaresilienz zu stärken.

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Die Ziele des Projekts:

  • Förderung blauer und grüner Infrastruktur (BGI) und deren Vernetzung
  • Verbesserung von Biodiversität, Luftqualität und Klimaresilienz
  • Umwandlung „herausfordernder Flächen“ und (Wieder-)Anbindung an übergeordnete BGI-Netzwerke in Nordwesteuropa (NWE)

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LivableCities: Integration blau-grüner Infrastrukturen (BGI) für lebenswerte und nachhaltige Städte

Das Projekt verbindet Politik, Planung, Praxis und Kompetenzentwicklung: Die beteiligten Städte entwickeln und übernehmen eine gemeinsame BGI-Strategie und ein gemeinsames Planungsrahmenwerk zur Entwicklung und Umsetzung von BGI.

3 Pilotmaßnahmen:

  • Schaffung gesamtstädtischer blau-grüner (BGI-)Netzwerke
  • Blau-grüne Freiräume und Straßen auf Nachbarschaftsebene
  • Mikrohabitate

3 Lösungsansätze:

  • Ein BGI-Planungsansatz für die Vernetzung von BGI-Netzwerken über verschiedene Handlungsebenen hinweg („Nexus“)
  • Ein Interventionstoolkit für BGI auf Nachbarschaftsebene („Patches“)
  • Ein Handbuch für modulare BGI-Typologien („Plug-ins“) zur Umsetzung auf der Mikroebene

Gemeinsame Schulungsformate stärken die institutionellen Kapazitäten von Forschenden, Verwaltungen, Planenden, Entscheidungsträger*innen, Fachleuten, Bürger*innen und der Zivilgesellschaft.

Partner arbeiten auf transnationaler Ebene zusammen und bringen Expertise in den Bereichen BGI, Politik, Planung, Biodiversität, Luftqualität, Klimaanpassung und Kommunikation ein.

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Rolle des IZES

Das IZES ist der Lead-Partner von LivableCities und in alle Arbeitspakete des Projekts eingebunden. Zu den inhaltlichen Aufgaben von IZES gehört die Organisation und Moderation der transnationalen Planungswerkstätten (Planning Labs) zur Entwicklung der gemeinsamen LivableCities-BGI-Strategie und des Planungsrahmenwerks, die Analyse institutioneller Rahmenbedingungen sowie die Erarbeitung von Empfehlungen für die Integration von BGI auf allen Verwaltungsebenen.

IZES unterstützt die beteiligten Städte zudem bei der Planung, Umsetzung und Evaluation von Pilotmaßnahmen, fördert die Vernetzung und den Wissensaustausch und beteiligt sich an Weiterbildungsformaten für kommunale und privatwirtschaftliche Akteure sowie für Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

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Förderung

Das Projekt LivableCities wurde im Rahmen des Interreg-Programms Nordwesteuropa 2021–2027 ausgewählt und wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

  • Gesamtprojektbudget: 8.247.804 €
  • EFRE-Mittel (60 %): 4.948.682 €

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Projektpartner

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Laufzeit:
11/2025 – 06/2029
Kontakt:
Mike Speck
Dr. Ulrike Schinkel
Julianna Leibold
Arbeitsfeld:
Infrastruktur & Kommunalentwicklung