Green Deal in der Großregion (GD-GR)

 

Das Projekt GD-GR widmet sich den zentralen Herausforderungen der Energiewende und unterstützt die Umsetzung des europäischen „Green Deals“ in der Großregion. Zwischen den Ländern der Großregion bestehen erhebliche regionale Unterschiede in Bezug auf die Umsetzung der jeweiligen Energiewenden sowie hinsichtlich der Energieversorgung und Energieinfrastruktur. Zusätzlich erschweren administrative, sprachliche und kulturelle Barrieren sowie ein Mangel an (akademischen) Fachkräften oft grenzüberschreitende Lösungen. GD-GR verfolgt einen partizipativen, transnationalen Ansatz, der Universitäten, Bildungseinrichtungen, politische Entscheidungsträger, Kommunen und Bürger zusammenbringt. Das Hauptziel ist die Information der breiten Öffentlichkeit über den Nutzen von erneuerbaren Energien und Wasserstoff in der Großregion sowie langfristig die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte.

Das Konsortium besteht aus fünf finanziellen Partnern, der Université de Liège, der Université de Lorraine, der Université du Luxembourg, der Universität des Saarlandes und dem Forschungsinstitut IZES gGmbH und 22 strategischen Partnern, darunter das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes sowie Bildungseinrichtungen und zahlreiche Kommunen der Großregion. Das Projekt wird von der IZES gGmbH geleitet und umfasst drei aufeinander aufbauende Arbeitspakete (AP).

  • AP1: Zweisprachiger Studiengang (Leitung: Université du Luxembourg): Die Partner entwickeln neue, zweisprachige (Deutsch/Französisch) akademische Lehrinhalte im Bereich Wasserstofftechnologien. Diese werden in bestehende Bachelor- und Masterstudiengänge integriert und bilden die Grundlage für einen transnationalen, konsekutiven Studiengang in der Großregion. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und akademische Experten direkt in der Region auszubilden und zu vernetzen.
  • AP2: Information & Sensibilisierung der Öffentlichkeit (Leitung: IZES gGmbH): Wissenschaftliche Inhalte aus AP1 werden allgemeinverständlich aufbereitet und im Rahmen von kommunalen und transnationalen Veranstaltungen direkt an die Bürger vermittelt. In Zusammenarbeit mit den strategischen Partnern finden Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden statt, die auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sind. Dies soll die Akzeptanz für die Energiewende erhöhen und Bürger aktiv einbinden.
  • AP3: Digitale Plattform als Informationshub (Leitung: Université de Lorraine): Eine zweisprachige digitale Plattform dient als zentraler Knotenpunkt für die Verbreitung von Informationsmaterialien, Stellenangeboten und Projektaktivitäten. Sie sichert die Verfügbarkeit der Ergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus und verknüpft Inhalte mit anderen digitalen Angeboten in der Großregion.

Dieser transnationale Ansatz rückt die komplexen Herausforderungen des Klimawandels sowie mögliche Lösungsansätze in den Fokus der Bürger*innen und unterstützt dadurch die Umsetzung des Green Deals in der Großregion.

 

Laufzeit:
01/2026 bis 12/2028
Gesamtbudget:
ca. 2,05 Mio. €
Arbeitsfeld(er):
Technische Innovationen