
RÜCKBLICK:
2. Circular Economy Kongress „Standortfaktor Kreislaufwirtschaft“:
Rohstoffe im Kreislauf halten heißt auch, Wertschöpfung im Saarland halten. Weniger Rohstoffabhängigkeit, resilientere Wertschöpfungsketten und neue Geschäftsmodelle: „Circular Economy kann zu einem strategischen Standortfaktor für das Saarland werden.“ Genau darum ging es beim 2. Circular Economy Kongress an der Universität des Saarlandes UdS. Mehr als 200 Teilnehmende aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden kamen zusammen.
Den Grundstein für das Format legte das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme IZES im vergangenen Jahr. Unter dem Leitmotiv „Von der Kreislaufwirtschaft zur zirkulären Wertschöpfung“ veranstaltete das Institut unter Mitwirkung der Universität des Saarlandes den 1. Kongress. In diesem Jahr wurde das Format unter dem Leitmotiv „Standortfaktor Kreislaufwirtschaft“ gemeinsam mit der Universität weiterentwickelt und durchgeführt.
Globale Krisen zeigen, wie verwundbar Lieferketten & Rohstoffversorgung sein können. Kreislaufwirtschaft eröffnet die Möglichkeit, Materialien länger wirtschaftlich zu nutzen, Stoffströme regional zu vernetzen und damit Rohstoffabhängigkeiten zu reduzieren und Wertschöpfung in der Region zu halten. Das betrifft Industrie ebenso wie Mittelstand, KMU & Handwerk. Entscheidend ist, wie aus einzelnen Kreisläufen vernetzte regionale Wertschöpfungsstrukturen entstehen können.
Wie vielfältig die dafür notwendigen Ansätze sind, zeigten 10 Themenräume: von zirkulärem Produktdesign, nachhaltiger Metallurgie, industrieller Symbiose über Sensorik, KI und Materialdaten bis zu Zerkleinerungstechnologien, intelligent vernetzten Wertschöpfungsketten und neuen Geschäftsmodellen. Impulse aus der Praxis kamen von Siemens ZF Group, SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA, Dillinger, Purem by Eberspächer, Pyrum Innovations AG, Saar-Hartmetall und Werkzeuge GmbH, KETTLER Alu-Rad GmbH, SurFunction GmbH, Banana Climbing und Entsorgungsverband Saar (EVS).
Hinzu kamen Perspektiven der Europäischen Kommission, des Ministeriums der Finanzen und für Wissenschaft Saarland, des Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI), der IHK Saarland und Circular Economy Initiative BDI.
Die zentrale Perspektive: Kreislaufwirtschaft ist nicht nur Ressourcen- und Klimaschutz. Sie kann Rohstoffsicherheit, regional vernetzte Wertschöpfung und wirtschaftliche Resilienz miteinander verbinden. Genau hier setzt das Forschungsprojekt CircularSaar an. Das IZES bringt dabei seine Expertise zu Stoffströmen, regulatorischen Rahmenbedingungen sowie Akzeptanz- & Akteursforschung ein.
Vielen Dank an alle Referent*innen, Partner*innen



















