Das Dashboard bündelt ausgewählte gewichtete Ergebnisse der repräsentativen Mobilitätserhebung. Die Auswertung ist nach vier inhaltlichen Themenbereichen gegliedert; die Originalfragen stehen jeweils direkt bei den Grafiken.
Mobilitätsalltag und -praxis
Verkehrsmittelnutzung, Verknüpfung von Wegezwecken, Einflussfaktoren, Lebensqualität, Teilhabe sowie ÖPNV- und Fahrradbezug.
Gesellschaftspolitische Orientierungen und Einstellungen zu Automobilität
Automobilitätsorientierungen, gesellschaftspolitische Einstellungen, Umweltbewusstsein, Verantwortung und Unterstützung von Mobilitätsmaßnahmen.
Mobilitätsvoraussetzungen
Gesundheitliche Einschränkungen, Fahrzeugausstattung sowie räumliche Unterschiede der wahrgenommenen Autoabhängigkeit.
Sorgemobilität
Belastungen durch Wege für andere Personen und ihr Zusammenhang mit wahrgenommener Autoabhängigkeit.
Gewichtete Mittelwerte der Dimensionen der Automobility Engagement Scale und der Gender-stereotype-Items im Vergleich zwischen Saarland und Restdeutschland.
Dieser Bereich zeigt, welche Verkehrsmittel Menschen in unterschiedlichen Alltagssituationen nutzen, wie häufig sie mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs sind und welche Faktoren ihre Verkehrsmittelwahl prägen.
Wie häufig unternehmen Sie Wege, bei denen Sie folgendes Verkehrsmittel als Hauptverkehrsmittel nutzen?
Welches Verkehrsmittel benutzen Sie in den folgenden Situationen jeweils am häufigsten?
Wie stark beeinflussen die folgenden Faktoren aktuell Ihre Verkehrsmittelwahl im Alltag?
Bitte beurteilen Sie, ob und inwiefern die folgenden Punkte Ihre Lebensqualität verbessern, bzw. verbessern würden.
Im Folgenden geht es darum, wie gut Sie und ggf. Ihre Kinder bzw. Personen in Ihrem Haushalt alltägliche Wege und Ziele erreichen können. Bitte beziehen Sie sich auf Ihre aktuelle Situation im Alltag und geben Sie an, wie sehr Sie zustimmen:
Den ÖPNV für Alltagsfahrten wie z. B. zur Arbeit oder zum Einkaufen zu nutzen…
Das Fahrrad für Alltagsfahrten wie z. B. zur Arbeit oder zum Einkaufen zu nutzen…
Mobilität wird durch individuelle Ressourcen und räumliche Bedingungen ermöglicht oder begrenzt. Dieser Bereich zeigt gesundheitliche Einschränkungen, Fahrzeugausstattung, Mobilitätsressourcen und räumliche Muster der wahrgenommenen Autoabhängigkeit.
Sind Sie im Alltag durch gesundheitliche Einschränkungen in Ihrer Mobilität beeinträchtigt?
Welche Antriebsart haben die Autos in Ihrem Haushalt?
Wie viele der folgenden Fahrzeuge gibt es in Ihrem Haushalt?
Wie viele Kilometer legen Sie durchschnittlich am Tag zurück, unabhängig vom Verkehrsmittel?
Sind Sie aktuell im Besitz eines Deutschlandtickets?
Sind Ihre Kinder über 6 Jahre im Besitz eines Deutschlandtickets?
Sorgemobilität umfasst Wege, Begleit- und Betreuungsaufgaben sowie den zeitlichen und organisatorischen Aufwand, der durch Mobilität für andere Personen entsteht. Sie hängt deshalb eng mit Pflegeverantwortung, Aufgabenteilung und der Komplexität alltäglicher Wegeketten zusammen.
Sind Sie hauptverantwortlich für die Pflege einer anderen Person mit Pflegegrad?
Wer übernimmt in Ihrem Haushalt überwiegend folgende Aufgaben?
Sorgearbeit erzeugt häufig keine isolierten Einzelwege, sondern komplexe Wegeketten: etwa wenn Arbeitswege mit Einkäufen, dem Bringen oder Abholen von Kindern, Arztterminen oder anderen Begleitwegen verbunden werden. Eine solche Verkettung von Wegen ist für die Analyse von Sorgemobilität zentral, wird in einer stark auf einzelne Wege und klassische Pendelverkehre ausgerichteten Verkehrsplanung und Mobilitätsforschung jedoch leicht unterschätzt. Die folgenden Fragen machen deshalb sichtbar, wie häufig mehrere Zwecke kombiniert werden, welche Zwecke miteinander verknüpft sind und wie komplex solche Alltagswege typischerweise sind.
Wie häufig verbinden Sie auf einem Weg mehrere Zwecke miteinander? (Beispielsweise Arbeit, Einkaufen, Kinderbetreuung oder Freizeit)
Welche der folgenden Zwecke verbinden Sie häufig innerhalb eines Weges oder einer Fahrt?
Wenn Sie unterwegs sind: Wie viele unterschiedliche Ziele, Erledigungen oder Aktivitäten verbinden Sie typischerweise innerhalb eines Alltagswegs bzw. eines zusammenhängenden Weges?
Im Folgenden geht es darum, wie Wege für andere Personen, z. B. Kinder oder pflegebedürftige Personen, organisiert werden und wie selbstständig diese Personen im Alltag unterwegs sein können. Bitte geben Sie an, inwieweit die folgenden Aussagen auf Ihre aktuelle Situation zutreffen.
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer aktuellen Lebenssituation im Alltag?
Hier werden Einstellungen zum Auto, gesellschaftspolitische Orientierungen, Umweltbewusstsein und die Unterstützung von Veränderungen im Mobilitätssystem gemeinsam betrachtet.
Bitte geben Sie an, wie sehr Sie den folgenden Aussagen zustimmen.
Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Maßnahmen für die Mobilität der Zukunft?
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Im Folgenden geht es um Ihre persönlichen Einschätzungen und Einstellungen zu Umwelt, Klima und gesellschaftlicher Entwicklung. Bitte geben Sie an, inwieweit Sie den folgenden Aussagen zustimmen.
Wie beurteilen Sie die folgenden Aussagen?
Die Befragung wurde von Mitte Juli bis Anfang August 2026 durchgeführt. Sie kombinierte eine Online-Erhebung mit einer telefonischen CATI-Erhebung im Saarland.
- Saarland, Online: 1.212 Befragte
- Restdeutschland, Online: 2.008 Befragte
- Saarland, CATI: 400 Befragte
The survey was conducted by UZ Bonn using the Bilendi Germany panel, which comprises 300,000 respondents. Panel quality and heterogeneity were ensured through diverse recruitment channels, double-opt-in registration, identity verification, regular cleanings and screenings, and ISO 20252:2019 certification.
Bei der Stichprobensteuerung und Gewichtung wurden zentrale soziodemografische und strukturelle Merkmale berücksichtigt:
- Alter: 16–25, 26–45, 46–65, 66–75 Jahre
- Geschlecht
- Raumstruktur: im Saarland nach Landkreis bzw. Regionalverband (6 Kategorien), im Rest Deutschlands nach Gemeindegrößenklasse (unter 20.000; 20.000 bis unter 100.000; ab 100.000 Einwohnende)
- Bildungsabschluss: kein Abschluss / Schüler:in / Hauptschulabschluss; mittlere Reife / Realschulabschluss; Hochschulreife / Hochschulabschluss
- Haushaltsnettoeinkommen: unter 2.000 €; 2.000 € bis unter 4.000 €; ab 4.000 €
- Kinder bis 10 Jahre im Haushalt: ja / nein
Zur Vorbereitung der Auswertung wurden mehrere Gewichtungsvarianten erstellt, die sich nach Analyseziel und verfügbarer Erhebungsbasis unterscheiden.
Saarland vs. Restdeutschland (gewicht1): Für den Vergleich zwischen dem Saarland und dem Rest Deutschlands werden ausschließlich Online-Interviews verwendet, um in beiden Teilstichproben eine methodisch einheitliche Datengrundlage sicherzustellen. Einbezogen werden 1.212 Online-Fälle aus dem Saarland und 2.008 Online-Fälle aus dem Rest Deutschlands. Die Anpassung erfolgt für beide Regionen getrennt.
Deutschland insgesamt (gewicht1a): Für gemeinsame Auswertungen Deutschlands insgesamt wird das Saarland nach der getrennten Anpassung der beiden Online-Teilstichproben zusätzlich auf seinen Anteil an der deutschen Wohnbevölkerung im Alter von 16 bis 75 Jahren heruntergewichtet. Dieser Anteil beträgt 1,2136 %.
Saarland gesamt – Online + CATI (gewicht2): Für Analysen des Saarlands allein werden 1.212 Online-Interviews und 400 telefonische Interviews zusammengeführt. Da in der telefonischen Erhebung nur ein Teil der Items erhoben wurde, ist dieses Gewicht nur für Variablen verwendbar, die in beiden Modi vorliegen.
Saarland nur Online (gewicht2a): Für Saarland-Analysen von Merkmalen, die ausschließlich im Online-Fragebogen erhoben wurden, wird die Online-Stichprobe des Saarlands verwendet. gewicht2a entspricht hierfür der nur auf Saarland-Online-Fälle begrenzten Gewichtungsvariante.
Die Gewichtung wurde mit der Software P-STAT unter Verwendung des Deming-Stephan-Verfahrens durchgeführt. Dabei werden die Stichprobenverteilungen iterativ an vorgegebene Randverteilungen angeglichen.
Da insbesondere im Saarland teilweise sehr hohe Einzelgewichte auftraten, wurden die höchsten Gewichte zusätzlich getrimmt. Dadurch wird ein überproportionaler Einfluss einzelner Fälle reduziert. Die verbleibenden Abweichungen von den angestrebten Sollverteilungen liegen nach Abschluss der Gewichtung bei maximal etwa einem Prozentpunkt.
Für die Analyse der Wohnortgröße im Saarland werden Angaben der Kategorie „mehr als 500.000 Einwohnende“ als sachlich unplausibel behandelt und ausgeschlossen. Die verbleibenden vier Ortsgrößenklassen werden als kategoriale Variable modelliert.
Anteile und Mittelwerte werden gewichtet ausgewiesen. Konfidenzintervalle geben die statistische Unsicherheit der jeweiligen Schätzung an.
Zusammenhangsanalysen aus der Querschnittserhebung sind als Assoziationen zu interpretieren. Aus ihnen lässt sich keine kausale Wirkung ableiten.
Die veröffentlichte HTML-Datei enthält ausschließlich aggregierte Ergebnisse. Individualdaten aus der Befragung werden nicht in das Dashboard eingebettet.
Für einzelne Fragen, Items und Skalen wurden bestehende Instrumente und Vorarbeiten herangezogen und für den SAARMILA-Fragebogen teilweise adaptiert.
- Fraunhofer ISI: Ergebnisse des Projekts MobilKULT
- Exploring “automobility engagement”: A predictor of shared, automated, and electric mobility interest?
- Drivers of car driving: lessons on infrastructure, peer-group, habits and socio-demographics from a survey on car ownership and usage in Germany
- EnSu: Resources for modelling
- Decker, Oliver, Johannes Kiess, Ayline Heller und Elmar Brähler (Hrsg.). 2024. Vereint im Ressentiment. Autoritäre Dynamiken und rechtsextreme Einstellungen: Leipziger Autoritarismus Studie 2024. Gießen: Psychosozial-Verlag.
- Grothmann, T., V. Frick, R. Harnisch, M. Münsch, S. Kettner und C. Thorun. 2023. Umweltbewusstsein in Deutschland 2022 – Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt. PDF
- ZIS: Kurzskala Autoritarismus (KSA-3)
SAARMILA – Gemeinsam für eine nachhaltige saarländische Mobilitätskultur