RÜCKBLICK:
13. Saarländischer Energie-Kongress „Gemeinschaftswerk Energiewende“

Energiewende gelingt dort, wo aus einzelnen Lösungen ein funktionierendes Gesamtsystem entsteht. Genau darum geht es am Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH): „Energiesysteme nicht isoliert, sondern systemisch betrachten und dabei Forschung, Technologie, Infrastruktur und Akteure zusammenbringen und zur Umsetzung motivieren.“

Nach der Circular-Economy am ersten Tag der IZES-Kongress-Tage 2026 stand am zweiten Tag die Energiewende im Mittelpunkt. Unter dem Leitmotiv „Gemeinschaftswerk Energiewende“ brachte der 13. Saarländische Energie-Kongress an der Universität des Saarlandes unterschiedliche fachliche und gesellschaftliche Perspektiven auf die unseres Energiesystems zusammen. Die Keynotes spannten den Bogen von kognitiv-neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zu Motivation und Beteiligung über die Energiewende als Gemeinschaftsaufgabe bis zu Best Practices aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz und darüber hinaus.

In drei parallelen Sessions wurde dieser systemische Ansatz konkret:

Wärme & Kälte: Wie lassen sich ungenutzte Potenziale für die Wärmewende erschließen? Im Fokus standen Abwasserwärme für Nahwärmenetze, die Motivation zur energetischen Gebäudesanierung und die kommunale Nutzung industrieller Abwärme.

Stromerzeugung: Vom Projekt BEEKOMM und kommunalen Beteiligungsprozessen über Agri-PV und eine österreichische Erneuerbare-Energien-Gemeinschaft EEGe bis zur gemeinschaftlichen Gebäudeenergieversorgung in Mehrfamilienhäusern.

Elektromobilität & Infrastruktur: Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur adressierte das Laden in Mehrparteienhäusern, Hager präsentierte Erkenntnisse aus einem dreijährigen V2H-Feldtest mit AUDI AG und E3/DC und die Stadtwerke Saarlouis zeigten im Projekt SURF, wie Elektromobilität mithilfe von Flexibilitätsplattformen und Netzauslastungsprognosen netzdienlich integriert werden kann.

Am Nachmittag rückte die Umsetzung in den Fokus: vom Zielbild Energiewende des Saarlandes über Strom-Sharing und genossenschaftliche Wärmenetze bis zu einem genossenschaftlichen, zukünftig autonomen Elektro-Car-Sharing.

Die Podiumsdiskussion führte zur zentralen Frage zurück:
Wie gelingt dieses Gemeinschaftswerk Energiewende?

Eine wesentliche Erkenntnis: Transformation entsteht im Zusammenspiel. Zwischen Strom, Wärme und Mobilität. Zwischen technologischen und gesellschaftlichen Innovationen. Zwischen Forschung und Praxis. Zwischen Kommunen, Unternehmen, Politik und Wissenschaft – und insbesondere durch die Menschen, die die Energiewende vor Ort gestalten.

Vielen Dank an alle Referent*innen, Partner*innen.